Moritz Fürste

Moritz Fürste ist ein Motivations-Champion. Der Doppel-Olympiasieger hat das Kunststück vollbracht, parallel zu seiner sehr erfolgreichen Sportkarriere als Hockeyspieler eine sehr erfolgreiche Berufskarriere zu starten. Warum ihn Angies Siege anspornen und wie man Sport in den Joballtag integriert, erzählt er hier.

GeneralibewegtDeutschland: Moritz, kennst du Angelique Kerber eigentlich persönlich?

Moritz Fürste: Ja, tatsächlich. Wir waren auf einigen Veranstaltungen zusammen, haben uns bei Olympia gesehen. Wir haben unregelmäßig Kontakt, whats-appen auch manchmal.

Wie hast du ihren Australian-Open-Sieg 2016 erlebt?

Das war unfassbar. Ich habe mich als der größte Angie-Fan gefühlt. Ich habe zu der Zeit in Indien in der Hockey-Profiliga gespielt, und da lief tagsüber den ganzen Tag Tennis im Fernsehen. Da habe ich kein Spiel von ihr verpasst und mich sehr für sie gefreut. So ein großer Sieg bleibt für das ganze Leben.

Kannst du als Topsportler auch Motivation für dich durch die Leistungen anderer Spitzenathleten ziehen?

Auf jeden Fall. Topleistungen von anderen erhöhen bei mir immer die Motivation, mich selbst zu steigern. Man kann sich auch so gut reinversetzen in die anderen, weil man weiß, wie sich derjenige gerade fühlt, wenn mal etwas nicht klappt. Da möchte man am liebsten helfen. Das ist spannend zu sehen.

Glaubst du, dass Freizeitsportler von Spitzenathleten lernen können, stets ihr Bestes zu geben? Was wäre dein Tipp?

Ja, ich denke schon. Entscheidend ist doch, dass man sich ein Ziel fest vornimmt. Das kann ja bei jedem unterschiedlich sein. Wir alle haben ja unterschiedliche Talente und Fähigkeiten. Aber im Rahmen meiner Fähigkeiten das Bestmögliche zu erreichen, kann jeder versuchen. Wichtig ist, dass man wirklich bereit ist, sich für ein Ziel zu quälen. Und dabei ehrlich zu sich selber ist. Wenn dann irgendwann nichts mehr geht, hat man wenigstens alles versucht, das ist wichtig.

Nun können Profisportler ihr ganzes Leben nach dem Sport ausrichten, aber wie soll ein Berufstätiger das schaffen?

Mit Selbstdisziplin und der klaren Motivation, es zu tun. Wir Hockeyspieler sind wie fast alle olympischen Sportler Amateure und müssen unseren Sport praktisch neben Beruf und Ausbildung machen. Das geht, auch wenn es manchmal hart ist. Aber jeder kann morgens eine Stunde früher aufstehen und vor der Arbeit schon etwas für sich tun. Oder nach Feierabend eine Stunde abknapsen. Oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, vielleicht sogar hinlaufen. Wenn man es wirklich will, dann finden sich Möglichkeiten.

Die von dir angesprochene Motivation und Selbstdisziplin – hast du die eigentlich auch jetzt im Beruf als Mitinhaber einer Sportmarketing-Agentur?

Ich glaube schon. Die Fähigkeit zum Zeitmanagement habe ich auf jeden Fall als Sportler gelernt. Und auch im Berufsleben bin ich ehrgeizig und tue alles dafür, meine Ziele zu erreichen. Das zeichnet aber fast alle Leistungssportler aus. Ich kann deshalb nur jedem Firmenchef empfehlen: Wer gute Mitarbeiter sucht, sollte (ehemalige) Leistungssportler einstellen.

Moritz Fürste ist einer der erfolgreichsten Hockeyspieler der Welt. Unter anderem gewann er 2008 und 2012 er die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen, war 2006 Weltmeister und wurde 2012 zum Welthockeyspieler gewählt. Seit dem Ende der internationalen Karriere arbeitet er auf zahlreichen Feldern der Sportvermarktung, wobei ihm insbesondere die Förderung der olympischen Sportarten am Herzen liegt. Im Februar erschien seine Autobiographie "Nebenbei Weltklasse" (Edel Books).

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