Trainingskleidung

Sitzt, passt und hat etwas Luft – das optimale Outfit hilft dir dabei, gerne und regelmäßig zu trainieren. Was auf jeden Fall in deine Trainingstasche gehört, erfährst du hier. Und dann gilt: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung!

Dieses Outfit begleitet dich beim Outdoor-Training

Worauf muss ich bei Trainingskleidung für draußen achten?

Dass du Baumwolle möglichst meidest. Wähle lieber ein Outfit aus funktionellen Materialien. Diese leiten den Schweiß weg vom Körper und bewahren dich vorm Auskühlen – das passiert mit Baumwollkleidung sehr schnell. Ist es draußen dann auch noch kalt, regnerisch oder windig, wird die Action zur Qual und später gerne mal zur Erkältung.

Mit welchem Look mache ich alles richtig?

Mit dem Zwiebel-Look, bei dem man mehrere Schichten übereinander trägt. Luft ist eine super Isolationsschicht, die zusätzlich zu den Stoffen wärmt. Wird dir zu warm, kannst du einfach die oberste Schicht ausziehen. Als unterste Schicht empfiehlt sich enganliegende Unterwäsche. Diese saugt den Schweiß auf und gibt die Feuchtigkeit nach oben weiter. Also entweder zum Langarm- oder T-Shirt greifen. Ist es draußen frisch oder regnerisch, ziehst du noch eine Jacke drüber. Dieses Prinzip funktioniert nur, wenn alle Schichten nicht zu weit geschnitten sind und aus atmungsaktiven Stoffen bestehen. Schummelt sich eine Baumwoll-Schicht dazwischen, bleibt der Komfort auf der Strecke. Du magst es lieber natürlich? Merino-Wolle ist bei Shirts und Unterwäsche eine gute Alternative. Allerdings kostet sie deutlich mehr. Langarmshirts aus Merinowolle starten bei ca. 70 Euro, aus Synthetikfasern sind sie ab etwa 30 Euro zu haben.

Welche Jacke kommt beim Draußen-Workout am besten zum Tragen?

Das kommt darauf an. Vor allem auf die Witterung, aber auch auf deinen Sport. Zum Wandern ist eine sogenannte Hardshell-Jacke sehr nützlich. Die lässt Regen locker deinen Buckel runterrutschen. Aber – in der Regel ist sie recht steif und nur begrenzt atmungsaktiv, also fürs Laufen oder für Liegestütze eher ungeeignet. Für solche Einsätze gibt es die Softshell-Jacke, die jede Bewegung mitmacht und besser mit Schweiß umgehen kann. Jedoch solltest du dich bei Starkregen oder Sturm lieber nicht von ihr begleiten lassen, du wirst enttäuscht und vor allem frierend nach Hause gehen.

Und wie ist es mit der Hose?

Die sollte sitzen und zwar eng. Denn so werden deine Bewegungen nicht durch weite Stoffe behindert. Zudem sorgt der minimale Kompressions-Effekt für ein besseres Körpergefühl, du spürst deine Muskeln viel direkter, was die Motivation nach oben schnellen lässt. Wenn du dich nicht wohl fühlst, ziehst du einfach eine Short über die Tight (so heißt die enge Hose im Fachjargon). Einige Hosen haben einen Mesh-Einsatz dort, wo du ihn kühlend gebrauchen kannst, zum Beispiel in den Kniekehlen oder überm Steißbein. Du solltest die Hose unbedingt vorm Kauf anziehen, denn schon eine kleine Naht kann darüber entscheiden, ob du sie jemals benutzen wirst. Ungünstig sind z.B. Nähte überm Knie, die dich bei jedem Laufschritt drückend nerven. Oder eine Schlüsseltasche am Rücken, die dich bei Sit-ups extrem stört. Übrigens gibt es auch gefütterte Tights, sodass Kälte kein Grund ist, eine Einheit ausfallen zu lassen.

Welche Laufschuhe passen am besten zu mir?

Das findest du nach einem kurzen Date heraus. Und zwar mit dem Verkäufer in einem Sportgeschäft. Dort schaut er sich nämlich an, wie es mit dir (auf dem Laufband) läuft und fragt nach deinen Vorlieben. Also, ob du auf Asphalt, Park- oder Waldboden unterwegs bist. Dabei solltest du dich von einem Schuhmodell begleiten lassen, das zu deinem Fußtypen passt. Es gibt nämlich drei Typen, die mit der Stellung deines Fußgewölbes zu tun haben: Normal-, Senk- oder Hohlfuß. Zudem spielt es eine Rolle, ob du eher schmale oder breite Füße hast, wie viel du wiegst und ob du vielleicht O- oder X-Beine hast. Auch eventuelle Einschränkungen wie Meniskusprobleme werden berücksichtigt. Sei nicht schüchtern und geh den ersten Schritt (in Richtung Laufladen) – wetten, du wirst bald auf deine(n) perfekt sitzenden Laufschuhe stehen?

Trainingskleidung

Dieses Outfit begleitet dich beim Outdoor-Training

Meine Jogginghose und der Schlabber-Pulli tun es beim Training doch auch, oder?

Nicht auf Dauer. Du wirst merken, dass dich ein „richtiges“ Sportoutfit besser motiviert, aktiv zu werden – und zu bleiben. Die körpernah geschnittenen Funktionsfasern machen jede Bewegung mit. So kannst du dich besser auf die Übungen konzentrieren und hast im Spiegel gut im Blick, ob das Knie z.B. wirklich gut über dem Fußgelenk steht. Oder der Rücken gerade ist. Und bitte nicht falsch verstehen: Dein Style muss nicht knalleng sein. Aber er kann, wenn du dich damit wohlfühlst. Indoor kannst du bei sanften Sportarten wie Yoga auch auf Baumwoll-Sportkleidung zurückgreifen, du schwitzt ja nicht so arg und Wind oder Regen wird auch nicht aufkommen. Achte nur auf einen ausreichenden Stretch-Anteil, damit dein Outfit jede Bewegung locker mitmacht.

Gibt es eigentlich auch im Fitnessstudio einen Dress-Code?

Ja. Tatsächlich ist es Männern in vielen Studios verboten, mit Achsel-Shirts oder oberkörperfrei zu trainieren. Der Hygiene wegen. Und dass du nicht mit benutzen (= schmutzigen) Outdoor-Turnschuhen aufläufst, ist eh selbstverständlich.

Wie viele Outfits brauche ich?

Idealerweise gönnst du dir von jedem Stück drei Ausgaben. Also drei Hosen, drei Shirts, drei paar Funktionssocken und drei Sport-Unterwäsche-Sets. Eine Ausgabe darf dann in der Wäsche liegen, die nächste im Schrank und die Dritte trägst du. So schwänzt du nie ein Training, weil du „Nichts zum Anziehen“ hast.

Ist ein Sport-BH wirklich so wichtig?

Definitiv! Klar, beim Trampolinspringen ist der gut sitzende BH noch entscheidender als beim Entspannungs-Yoga. Gönn’ dir einen Besuch im Fachhandel und lass’ dich beraten.

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