Aus der Vorratskammer essen? So schaffen wir es, uns trotzdem gesund zu ernähren

Die Corona-Krise stellt uns alle vor große Herausforderungen. Um die Ansteckung zu verlangsamen und unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten, müssen wir jetzt viel Zeit zu Hause verbringen, arbeiten aus dem heimischen Büro. Ebenso sind durch geschlossene Kitas und Schulen unsere Kinder zu Hause. Auch wenn wir momentan noch jederzeit in den Supermarkt gehen dürfen, um Lebensmittel einzukaufen, wird es angesichts von Corona dennoch wichtiger, Vorräte anzulegen, von denen man sich eine Zeit lang ernähren kann.

Sollten wir uns selbst mit dem Virus infizieren, dann müssen wir möglicherweise für einige Wochen in häuslicher Quarantäne bleiben. Und obwohl Hamsterkäufe als Vorbereitung nicht die richtige Lösung und teilweise sogar verboten sind, sollte wir in vernünftigem Maße Vorräte anlegen. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass wir uns gesund und ausgewogen ernähren können. Hier ein paar Tipps für eure Vorratskammer.

1. Getreideprodukte
Kohlenhydratreiche Lebensmittel sollten am besten aus Vollkorn sein, weil wir so mehr Ballaststoffe zu uns nehmen, was uns länger satt macht und den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lässt. Dasselbe gilt auch für Nudeln und Reis (sofern sie denn noch in den Regalen liegen). Haferflocken sind ebenfalls vielseitig einsetzbar und fürs Frühstück prima geeignet. Couscous, Bulgur und Quinoa lassen sich unkompliziert und schnell verarbeiten. Pumpernickel, ein spezielles Vollkornbrot, ist bekannt dafür, lange haltbar zu sein und eignet sich bestens für die Vorratshaltung. Doch auch frisches Brot kann haltbar gemacht werden, wenn man es (scheibchenweise) einfriert.

2. Obst und Gemüse
Obst und Gemüse sind für eine gesunde Ernährung unverzichtbar. Eine gute Alternative zu Frischem ist Tiefkühlobst- und gemüse. Beim Vorgang des Einfrierens bleiben die Nährstoffe erhalten und es kann lange aufbewahrt werden.

Eine der ältesten Methoden zum Haltbarmachen ist übrigens das Trocknen von Obst, was man ganz einfach auch selbst im Backofen machen kann. Trockenobst behält seine Nährstoffe weitestgehend und ist ein leckerer Snack, der sich lange hält. Getrocknete Mango lieben übrigens die meisten Kinder.

Etwas, das man vielleicht noch von der Oma kennt, ist Einkochen. Besonders gut geht das mit Kirschen, Pfirsichen, Birnen, aber auch mit einigen Gemüsesorten wie Bohnen oder Rote Bete. Auch Mischobst kann man mit etwas Übung und dem richtigen Equipment selbst machen.

Äpfel können in einem dunklen und frostfreien Kellerraum gelagert werden. Wenn sie allerdings zu wenig Feuchtigkeit bekommen, dann schrumpfen sie stark. Um das zu verhindern, kann man ein paar Schüsseln mit Wasser aufstellen. Äpfel müssen übrigens immer separat von anderen Obst- und Gemüsesorten gelagert werden, weil sie das Reifegas Ethylen ausströmen und damit den Reifeprozess anderer Früchte beschleunigen.

Kartoffeln und Zwiebeln kann man mit der richtigen Lagerung mehrere Monate aufbewahren. Dazu müssen sie an einem dunklen Ort mit möglichst niedrigen Temperaturen ( zwischen 4 und 10 Grad) gelagert werden, idealerweise im Keller – dabei auf trockene Lagerung achten, damit sie nicht schimmeln.

3. Nüsse
Nüsse können wir ungeschält und trocken gelagert über eine lange Zeit aufbewahren. Außerdem sind sie ein leckerer und gesunder Snack. Sie sind fett- und kalorienreich, enthalten aber für uns gute, einfach oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Eine Handvoll Mandeln ist auch gut zum Knabbern, darin stecken gesunde Fette, Vitamin E und Magnesium. Außerdem können Mandeln dank ihres hohen Gehalts an Eiweiß und Ballaststoffen den Appetit zügeln.

4. Milch
Haltbare Milch ist definitiv die beste Wahl für eine Bevorratung. Auch pflanzliche Milchalternativen wie Soja- oder Hafermilch haben meist Haltbarkeitsfristen bis zu einem Jahr.

5. Fleisch und Fisch
Fleisch sollten wir nicht öfter als zwei bis drei Mal die Woche essen, um weiterhin ausreichend versorgt zu sein, denn es hat viele Nährstoffe, die vom Körper gut aufgenommen werden. Doch auch bei den Vorräten gilt: Nicht so viel fettes Fleisch, sondern lieber zu fettarmen Sorten wie Hähnchen oder Pute greifen, außerdem sollte man sich mit Fisch bevorraten, der durch Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren, Jod und Selen viel Gutes für den Körper bereit hält. Die klassische Lagermethode ist Einfrieren, so bleiben Nährstoffe erhalten.

6. Ausreichend Wasser
Die Empfehlung des BBK (Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) sieht einen Vorrat von 2 Litern pro Person und Tag vor, so dass man sich für 10 Tage mit 20 Litern Wasser bevorraten sollte. Es muss aber kein Mineralwasser in Kisten sein, unser Leitungswasser hat beste Qualität.

Insgesamt sollte man auch, wenn man sich über einen längeren Zeitraum aus der Vorratskammer ernährt, darauf achten, abwechslungsreich zu essen, also genügend Obst und Gemüse, gute Fettsäuren und fettarmes Fleisch zu sich zu nehmen, auf Ballaststoffe und genügend Milchprodukte und Ei zu achten .

Hilfreiche Infos und eine Checkliste zum Vorräte anlegen findet ihr beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

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