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Raus aus der Komfortzone: Angie, wie machst du das?

Am wichtigsten ist für Angelique Kerber: Sie muss in allem einen Sinn sehen. Das nervt manchmal, aber hilft, wenn es im Training richtig hart wird. Und es funktioniert für sie auch bei anspruchsvollen Herausforderungen, z.B. einen jahrzehntelang gut funktionierenden Aufschlag umzustellen.

Auch ich erlebe immer mal wieder Phasen, in denen mir das Training richtig weh tut und ich mich pushen muss, um an meine Leistungsgrenze zu gehen. Besonders hart sind die ersten Tage, wenn ich im Dezember mit der Vorbereitung für die neue Saison starte. Ich komme dann meist gerade aus dem Urlaub, bin entspannt und mein Körper braucht erst mal ein paar Tage, um sich wieder an die hohe Belastung zu gewöhnen.

Was mir dann immer hilft, ist ein klares Ziel zu formulieren. Ein solches Ziel festzulegen kann auch dir dabei helfen, ein gesünderes und aktiveres Leben zu führen. Als ich im Dezember angefangen habe, mit meinem neuen Trainerteam zusammenzuarbeiten, haben wir meine Trainingsabläufe und meine Fitnessroutine komplett umgestellt. Daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Heute verbringe ich viel mehr Zeit im Kraftraum, und die Übungen die wir machen sind deutlich tennisspezifischer.

Es lohnt sich, Veränderungen zu wagen

Als Profisportler ist man ständig gefordert, seine Komfortzone zu verlassen und muss offen sein für Veränderungen. Selbst wenn ich ein Grand Slams gewinne, kann ich nicht einfach auf dem Level weitermachen, sondern muss bereit sein, immer weiter an sich zu arbeiten.

Die sicher größte Herausforderung unter meinem neuen Trainer war, dass wir meinen Aufschlag nochmal umgestellt haben. Ich bin Linkshänderin und habe immer das linke Bein angezogen. Wir haben viel an meinen Bewegungsabläufen gearbeitet, damit ich noch mehr Kraft in den Schlag bekomme. Mit meinem alten Service habe ich sicher mehrere Millionen Mal aufgeschlagen und wichtige Matches bestritten. Auch wenn es sich erstmal komisch angefühlt hat, bin ich überraschend schnell aus meinem Automatismus rausgekommen. Ich habe einfach sofort gespürt, welche Vorteile mir die neue Technik bringen kann.

Frage dich immer, was dein Ziel ist

Das ist für mich tatsächlich auch das allerwichtigste, ich muss in dem, was ich verändere, einen Sinn sehen. Das ist der erste Schritt. Auch wenn ich ein neues Ziel festlege, muss ich immer eine Vorstellung davon haben, wo die Reise hingehen soll, sonst wird es nichts. Diese bewusste Vorgehensweise hilft vielleicht auch dir, den inneren Schweinehund zu besiegen. Bevor du die Sportschuhe anziehst oder deine Lebensweise umstellst, überlege doch einmal, was du erreichen willst. Stelle dir wirklich vor, wie sich dein gesünderes, bewussteres und vielleicht sportlicheres Leben anfühlen könnte und welchen positiven Effekt das auf dich haben könnte.

Natürlich war der neue Aufschlag nicht sofort perfekt, aber jede kleine Veränderung hat mich motiviert, es weiter zu versuchen und dranzubleiben. Und so kann es dir auch gehen! Wichtig ist, dass du dich und dein Ziel ernst nimmst.

Deine Angie

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