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Elegant, rasant, lebensverlängernd: Probier’ Tennis!

Der Sport von Angie Kerber bietet das beste Paket für Neueinsteiger, die fitter werden und Spaß haben wollen. Und du findest leichter hinein, als du vielleicht glaubst.

Ein Traum von einem Sport

Matchball. Aufschlag Angelique Kerber. Sie wirft den Ball hoch, trifft ihn optimal, serviert ihn mit Spin dicht an Aufschlaglinie, er springt flach ab. Serena Williams reißt ihre Arme zur beidhändigen Rückhand hoch, aber ihr Return landet im Netz. Spiel, Satz und Sieg. 14. Juli 2018 – Angelique Kerber ist Wimbledonsiegerin. Und Millionen Menschen in Deutschland fragen sich: Könnte ich das eigentlich auch – Tennis spielen? Ja! Auch als Anfänger kannst du nach ein paar Stunden richtiges Tennis spielen und einen wunderbaren Fitnesssport für dich entdecken.

So startest du deine Tenniskarriere

Tennis macht es einem heute leicht. „Mit leichteren und langsameren Bällen kann man praktisch sofort schön zusammen spielen. Das ist leicht zu lernen, man hat direkt viel Spaß und Erfolg!“, sagt Alexander Jakubec (Chef der Kommission Ausbildung und Training beim DTB). Den Einstieg erleichtern außerdem Programme wie „Tennis Xpress“: mit verschiedenfarbigen Schaumstoffbällen, die leichter und langsamer sind als der reguläre Ball. Damit beginnst du – das geht auch ohne Trainer – auf kürzeren Distanzen, zum Beispiel dem halben Feld. Hast du das im Griff, kommt der nächste, etwas schnellere Ball. „Das geht überall, am Anfang auch erst einmal ohne Netz, ein kleiner Raum oder Platz genügt“, erklärt Jakubec. „Im Vergleich zu Work-outs, die sich für manche ja wie Arbeit anfühlen, ist es viel motivierender.“

Du findest überall Spielpartner

Tennis ist längst kein elitärer Sport mehr, dafür sprechen schon 1,4 Millionen Mitglieder in deutschen Vereinen. Sie spielen auf rund 50.000 Plätzen, ein Fünftel davon in der Halle. Die allermeisten Plätze gehören Klubs, aber es gibt auch kommerzielle und öffentliche Anlagen. Die Hürde zum Ausprobieren ist also nicht hoch.

Wie viele Kalorien verbrennt eine Stunde Tennis?

Rund 500 Kilokalorien. Das ist natürlich sehr abhängig davon, wie intensiv gespielt wird – du kannst gegnerische Bälle, die kaum zu erreichen sind, einfach durchlassen. Oder auch fast aussichtslosen Bällen hinterherjagen. Generell liegt Tennis bei den sogenannten Rückschlagspielen (mit Schläger und Netz dazwischen) zwischen Tischtennis und Badminton.

So wird dir Tennis leichtfallen

Das Tolle am Tennis: Jeder kann sich dem Spiel so widmen, wie er oder sie es mag und braucht. Ehrgeizige Wettkampftypen können im Klub praktisch sofort Ranglisten-Matches haben. Wer die Ästhetik und den ruhigen Rhythmus eines schönen Ballwechsels auskosten möchte, wird auch dafür passende Partner finden. Alexander Jakubec ist überzeugt: „Tennis ist für jeden geeignet! Die Spielformen sind so vielseitig, dass für alle etwas dabei ist. Der beste Beweis ist, dass man Tennis bis ins ganz hohe Alter spielen kann. Man passt einfach die Spielweise an seine Bedürfnisse an.“

Deshalb macht Tennis so viel Spaß

Tennis kann mit viel Raffinesse gespielt werden oder mit viel Kraft. Da ist jemand anderes hinter dem Netz, also kommt Taktik ins Spiel – was liegt ihm oder ihr, was nervt den Gegner? Psychologie kommt als Spannungselement hinzu.

So effektiv ist Tennistraining

Experte Alexander Jakubec sagt: „Eine gute Tennisstunde ist zugleich ein extensives Intervalltraining, also nach heutigem Wissen das ideale Fitnesstraining. Es hat für das Herz-Kreislauf-System alle Vorteile eines Ausdauertrainings, ohne zu überfordern. Solange man dosiert trainiert, gibt es kein besseres und schonenderes Fitnessprogramm. Und macht auch noch Spaß!“

Der Sport beansprucht und stärkt die gesamte Rumpfmuskulatur, weil die Schläge jeweils mit Drehungen in Rumpf und Schultergürtel eingeleitet werden. Deshalb zielt ein spezifisches Fitnesstraining für Tennis auch speziell auf Muskeln in Bauch und Rücken um den Lendenbereich. Dort liegt das Kraftzentrum für ein athletisches Spiel.
Experten sagen, dass zum Beispiel Steffi Graf, die die Fitness im Tennis auf ein neues Niveau gehoben hat, in vielen Sportarten sehr schnell sehr gut geworden wäre. Das Gleiche gilt sicher für Angelique Kerber, eine der fittesten Spielerinnen im aktuellen Profitennis.

Darauf solltest du achten

Wer intensiver spielen möchte, braucht ein Grundlagentraining zur Kräftigung von Rumpf und Beinen, um die Schläge selbst und die vielen kurzen Sprints und Stopps aufzufangen. Daneben ist die physikalische Belastung der Handgelenke, Ellenbogen und Schulter durch die Schläge recht hoch. Eine Folge kann der berüchtigte „Tennisarm“ sein – Schmerzen durch Überlastung, oft auf der äußeren Seite des Ellenbogens.
Aber: Solche Probleme treten am wahrscheinlichsten auf, wenn jemand plötzlich sehr intensiv und sehr ehrgeizig spielt. Wer Tennis als Gesundheitssport betreibt und auf die Signale seines Körpers hört, wird der Gefahr durch Schonung oder eine andere Technik und Griffhaltung vorbeugen.

Das könnte dir auch Spaß machen

Wer Tennis mag, sollte auch Hallenfußball ausprobieren, weil es zwischen diesen Sportarten eine geheime Verbindung geben muss. Der Beweis: Traditionell ist Tennis die liebste Ausgleichssportart der Fußballprofis, Manuel Neuer und Joshua Kimmich zum Beispiel spielen fast jede Woche. Und viele Tennisspieler können exzellent Fußball spielen. Vielleicht liegt es daran, dass der kleine wie der große Ball gestreichelt und raffiniert behandelt werden will.

Das bringt Tennis dir noch

Du kannst abschalten. Beim Tennis kann man versinken, alles, was im Kopf herumschwirrt, verschwindet in der Konzentration auf den Ball und seine immer andere Rotation. Das kann etwas Meditatives haben.

Braucht man einen Trainer?

Für den Anfang: Ja. Nicht so sehr, um die Griffhaltung für die Rückhand einzubimsen. Sondern um zu bestärken, über die ersten Frusterlebnisse hinwegzuhelfen oder um ein paar technische Tipps zu geben. Das kann also auch ein Freund sein, der schon eine Weile spielt.

Fünf überraschende Dinge zum Weitererzählen

Equal pay: Tennis hat die Gleichbehandlung der Geschlechter schon vor 40 Jahren auf die Agenda gesetzt. Die große Spielerin Billie Jean King gründete eine Profiorganisation (WTA), die gleiche Preisgelder durchsetzte.

Seltsam: Der Ursprung der komischen Zählweise (15, 30, 40) ist ungeklärt, sie könnte von gängigen Wetteinsätzen in grauer Vorzeit stammen. Warum null hier „love“ („thirty-love“) heißt, ist genauso rätselhaft.

Endlos: 11 Stunden und 5 Minuten spielten die Herren Isner und Mahut 2010 in Wimbledon. Verlierer Mahut sagte, er habe sich „wie ein schwer Betrunkener“ gefühlt. So sah es am Ende auch aus.

Streng: Das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon ist die letzte Bastion der weißen Tenniskleidung, die früher überall getragen werden musste. Aber auch da bröckelt der Code. Wimbledon, stärkster Hort der Tradition, ist bei vorgeschriebenen 90 Prozent Weißanteil angelangt.

Gesund: Beim Tennisclub Rot-Weiß Düsseldorf gibt es eine Trainingsgruppe speziell für Parkinson-Kranke. Regelmäßiger Sport hat erwiesenermaßen einen positiven Einfluss auf die kognitive Leistungsfähigkeit bei Patienten mit leichten Störungen im Alter. Die Idee zur Parkinson-Trainingsgruppe hatte Günter Jamin, 71 Jahre alt und selbst Parkinson-Patient. „Ich spiele seit 50 Jahren Tennis und bin seit 30 Jahren Trainer“, sagt Jamin. „Das tägliche Training hilft mir, sowohl geistig als auch körperlich fit zu bleiben.“

Diese Prominenten lieben Tennis

Man muss nur in Wimbledon, Paris oder New York auf die Tribüne schauen: Da sind andere Top-Sportler, Musiker, Schauspieler, Moguln, Politiker. Stars wie Beyoncé, Hilary Swank, Leonardo DiCaprio, Bruce Willis, Anna Wintour (großer Federer-Fan), Gwen Stefani und, und, und.

Die Society-Ausstrahlung von Tennis ist mit keiner anderen Sportart zu vergleichen – nicht mal mit Fußball. Viele Tennisstars sind mit Größen anderer Bereiche befreundet und laden sie in ihre eigene VIP-Box auf dem Center-Court ein.

Der beste Sport für ein längeres Leben

Diese Schlagzeile der „New York Times“ von September 2018 müsste eigentlich dazu führen, dass der Gesundheitsminister sofort den Bau vieler Tennisplätze anordnet. Denn die Ergebnisse einer großen Studie aus Dänemark sind spektakulär: Wer läuft oder Rad fährt, wird im Vergleich zu nicht aktiven Menschen statistisch drei bis vier Jahre älter. Wer Tennis spielt, verlängert sein Leben um knapp zehn Jahre! Die Ergebnisse sind höchst seriös, eine Studie mit den Daten von 80.000 Briten kam kurz davor zu ähnlichen Ergebnissen.

Offenbar wirken sich zusätzlich zum Gesundheitseffekt des Sports selbst die sozialen Kontakte positiv aus. Es ist nicht nur gesund, den Puls zu erhöhen, stellt die „New York Times“ fest, sondern auch die Zahl der menschlichen Begegnungen.

Welche Sportler solltest du kennen?

Steffi Graf und Boris Becker. Zusammen, weil sie gemeinsam vor rund 30 Jahren den deutschen Tennisboom auslösten. Becker gewann Wimbledon, Graf Paris jeweils mit 17 Jahren – die Jüngsten aller Zeiten. Vielleicht der Gipfelpunkt: Am 9. Juli 1989 gewinnen beide am selben Sonntag Wimbledon (das Damenfinale musste wegen des Wetters verschoben werden). Steffi Graf heiratete den Tennisstar Andre Agassi und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück – ganz anders als Boris Becker.

Serena Williams. Die wohl beste Spielerin aller Zeiten, 23 Grand-Slam-Titel, einer fehlt noch zum Rekord von Margaret Court. Im Wimbledon 2018 war sie nah dran, verlor aber das Finale gegen „Angie“ Kerber – zehn Monate nach der Geburt ihrer Tochter.

Roger Federer. Der Schweizer brach alle Rekorde im Tennis (u. a. 20 Grand-Slam-Siege, 310 Wochen Nummer eins der Welt) und ist in diesem Jahr mit 37 Jahren erneut zum Weltsportler des Jahres gekürt worden. Als alle dachten, Tennis würde von Power dominiert werden, brachte er die Eleganz ins Spiel zurück.

Alexander Zverev. Bester Deutscher seit Boris Becker, stand Ende 2017 mit erst 20 Jahren auf Platz drei der Weltrangliste. Seine Eltern waren Spitzenspieler der Sowjetunion, die Familie zog 1991 nach Hamburg.

Angelique Kerber. Sie war im Jahr 2016, nach Siegen bei den Australian Open und den US Open, die erste Deutsche an der Spitze der Weltrangliste seit Steffi Graf 1997. 2018 siegte sie in Wimbledon.

Experte:

Alexander Jakubec ist Vorsitzender der Kommission für Ausbildung und Training im Deutschen Tennis Bund (DTB). Er wurde gerade mit dem 2018 eingeführten Trainer-Award für besondere Verdienste in der deutschen Tennisszene ausgezeichnet.

Links: Hier kannst du gleich loslegen

Suchmaschine für Tennisvereine: www.dtb-tennis.de/Initiativen-und-Projekte...

DTB-Seite über das Einsteigerprogramm „Tennis Xpress“ mit einer Trainerfibel zum Download: www.dtb-tennis.de/Initiativen-und-Projekte/Tennis-Lernen... Alles so einfach, dass es auch ohne Trainer geht.

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